| Flexibilität um jeden Preis verursacht Folgekosten | |
| Verkauft die IT Scheinagilität? | |
| Verantwortung für die Folgekosten | |
| Manchmal reicht der Schein |
Angesicht des immer kurzlebigeren Geschäfts wird eine IT, die nicht flexibel und agil ist, dem Business immer hinterherhinken. Diese Feststellung hätten die etwa 30 Teilnehmer der Veranstaltung "CIO-Agenda 2009" ohne Wenn und Aber unterschrieben. Auch in diesem Herbst hatte die COMPUTERWOCHE wieder CIOs und IT-Vorstände nach Zürich eingeladen, wo sie unter der Leitung des Malik Management Zentrum St. Gallen, im Rahmen eines "Syntegration"-Workshops ihre Ziele für das kommenden Jahr konkretisieren konnten. In diesem Jahr lautete die Ausgangsfrage: "Wie lassen sich Flexibilität und Agilität in der IT erhöhen?"
Systematisch, wie CIOs nun einmal sind, hinterfragten die Damen und Herren zunächst einmal, was sich eigentlich hinter den Begriffen Flexibilität und Agilität verbirgt. Eine griffige Definition fand Manfred Klunk, Bereichsleiter IT der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB): "Flexibilität bedeutet: Ich kann einfach schneller reagieren. Agilität hingegen ist stärker zielorientiert." "Agilität ist proaktive Flexibilität", ergänzte Andreas Resch, CIO der Bayer AG und Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayer Business Services GmbH. Und Hans-Joachim Jürgens, IT-Chef der Deutz AG, Köln, stellte klar: "Agilität hat nichts mit Aktionismus zu tun."
Flexibilität bedeutet: die Möglichkeit, schneller zu reagieren.
Agilität ist proaktive Flexibilität.
In der Praxis wirkt sich Agilität als rasche und zielorientierte Unterstützung der Geschäftsprozess aus.
Aktionismus ist eine hohe Beweglichkeit ohne Zielorientierung, also eine Scheinagilität.
Scheinagilität ist weder proaktiv noch zielorientiert, sondern versucht nur, diesen Eindruck zu erwecken.
Folglich traf die Gruppe die Unterscheidung zwischen positiver und negativer Agilität. Wenn positive Agilität die schnelle und zielorientierte Unterstützung der Geschäftsprozesse ist, dann ist negative Agilität (oder Aktionismus) eine hohe Beweglichkeit, der es jedoch an Zielorientierung mangelt. Dazu gehört beispielsweise die Tendenz zum ständigen, hektischen Wechsel von Software-Releases.
Der strategische Umgang mit extern erbrachten IT-Services kann wesentlich zur Bewältigung der momentanen Krise beitragen. Doch ob Cloud Computing, Managed Services, Outtasking, Software as a Service (SaaS): Die Variantenvielfalt flexibler Outsourcing-Modelle ist groß. Wie IT-Entscheider hier den Überblick behalten und den mit Blick auf ihre jeweils spezifischen Anforderungen besten Lösungsmix finden, steht im Mittelpunkt der COMPUTERWOCHE Fachkonferenz Managed Services am 24. Juni in Offenbach. Weitere Informationen und Anmeldung!